16. Drachenboot-Europameisterschaft

Beitrag verfasst Zora:

Starke Leistung des Schweizer Nationalteams an der 16. Drachenboot-Europameisterschaft in München mit Meilemer Beteiligung.

Bei den 16. EDBF Drachenboot-Europameisterschaften auf der Olympia-Regattastrecke in München-Oberschleissheim war das Schweizer Nationalteam am Start – zusammengestellt aus den Clubs Greifensee, Eglisau und vier Paddlern von uns aus Meilen.

Nach einem halben Jahr Training und unzähligen Kilometern auf dem Greifensee ging es am 7. Juli endlich los. Nach drei Stunden Fahrt mit zwei Bussen und dem Hänger kamen wir direkt an der Regattastrecke an.

Hier spielten sich die nächsten Tage ab. Das Gewässer begrüsste uns beim ersten Training gleich mit ein paar ordentlichen Wellen. Nach den ersten Startübungen, etwas Gegner-Beobachten und dem Begrüssen von alten Bekannten und Sportfreunden bezogen wir erst einmal unser Hotel.

Eröffnung und Ruhe vor dem Sturm

Am Mittwochmorgen nutzten wir die letzten Trainingszeiten auf dem Wasser. Abends folgte die Eröffnungszeremonie: Der EM-Drache wurde erweckt und die 21 Nationalteams begrüsst. Wir Schweizer haben uns beim Einmarsch mit unseren Trycheln ordentlich Gehör verschafft. Neben Reden, einer Kampfsport-Show und Blasmusik gab es zum Schluss noch eine Drachenboot-Hymne – die klang allerdings verdächtig nach KI.

Am Donnerstag starteten für einige Teams die 1000-Meter-Rennen. Wir hatten spielfrei und nutzten den Tag für einen Ausflug nach München, wo uns ein Teammitglied die Stadt zeigte.

Freitag: Erstes Rennen, erste Medaille!

Am Freitagmorgen wurde es ernst. Mit viel Fokus und etwas Nervosität fuhren wir zum Gelände. Nach Aufwärmen und Fokus-Übung gingen wir über 200 Meter im Premier Mixed Standardboot an den Start.

Schon nach dem ersten Lauf standen wir direkt im Grand Final. Dort haben wir noch einmal alles reingeworfen – und hatten im Ziel riesigen Grund zum Jubeln: Platz 3 und Bronze im allerersten Rennen!

Viel Zeit zum Freuen blieb den Frauen aber nicht. Sie mussten direkt weiter zum ersten Lauf im Smallboat Premier Women. Zwischen Lauf und Weiterfahrt ging es noch schnell aufs Podest zur Medaillenübergabe für das Standardboot – und direkt wieder aufs Wasser. Für ein zweites Podest hat es ganz knapp nicht gereicht, aber die zwei 4. Plätze im Grand Final (Women und Open Smallboat) können sich absolut sehen lassen.

Samstag & Sonntag: 500m und die 2000m-Verfolgung Am Samstag ging es auf die 500 Meter. Wegen der enormen Hitze flüchteten wir in den Pausen in den Schatten unter die Bäume. In den Finals ging es extrem eng zu, aber wir haben gut dagegengehalten:

* 4. Platz: Standardboot Premier Mixed

* 4. Platz: Smallboat Premier Women

* 5. Platz: Smallboat Premier Open

Am Sonntag warteten zum Abschluss die berüchtigten 2000 Meter mit ihren engen Wenden. Gestartet wurde nach den Ergebnissen vom Samstag. Wir haben noch einmal die letzten Reserven mobilisiert:

* 5. Platz: Standardboot Premier Mixed

* 5. Platz: Smallboat Premier Women

* 8. Platz: Smallboat Premier Open

Auch unsere Junioren hatten ein hartes Programm. Wegen der Altersunterschiede im Team mussten sie in der U18-Kategorie ran und haben sich tapfer geschlagen:

* U18 2000m: 5. Platz

* U18 500m: 4. Platz im Hoffnungslauf

* U18 200m: 4. Platz im Hoffnungslauf

Feiern und Heimreise

Nach der anstrengenden Woche liessen wir die EM im Beach Resort an der Strecke ausklingen – mit Bier, gutem Essen, Musik und den anderen Teams.

Montagmorgen ging es zurück in die Schweiz. Der Partybus wurde spontan zum Schlafbus umfunktioniert. Am Bahnhof Greifensee verabschiedeten wir uns in die Schweizer Sommerhitze. Bis zur WM nächstes Jahr in Hongkong sehen wir uns jetzt erst einmal als Konkurrenten an der SM auf dem Wasser wieder!

Danke! Ein grosses Dankeschön an alle Fans und Familien vor Ort für den Support mit Fahnen und Trycheln, an alle zu Hause fürs Daumendrücken, an das Junioren-Team, welches das Premier-Team lauthals unterstützt hat, und an Vitamin Well für die Verpflegung mit Getränken.

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