Am letzten Dienstag war es endlich soweit und unser jüngster Drache ist zum leben erwacht
Schon seit längerem hegten wir den Wunsch unsere Drachenbootflotte zu erneuern. Seit an der letzten Generalversammlung dafür grünes Licht gegeben wurde, stieg die Vorfreude kontinuierlich an. Vor Kurzem war es dann soweit und wir durften unser neues Boot in Empfang nehmen. Damit das Schmuckstück auch aufs Wasser kann, galt es am letzten Dienstag das Boot zu taufen und unseren jüngsten Drachen zu erwecken.
Nach alter Tradition erfolgt die Erweckung durch das Bemalen der Augen. Dadurch erwacht der Geist des Drachen und er erhält seine Kraft. Damit unser Drache auch mutig ist und sein Team immer sicher ans Ziel bringt, wurde er symbolisch mit einem Schwert berührt. Ebenfalls wurde er mit Asche von Geld eingerieben, als Zeichen von Fairness, Ehrlichkeit und um seine Unbestechlichkeit zu besiegeln. Damit der Drache weiss wo seine Wurzeln sind und auch immer wieder nach Hause findet, wurde der Kopf im Anschluss mit etwas Wasser aus dem heimischen Zürichsee übergossen. Und um ihn zu besänftigen, wurde der Drache zu guter Letzt ausgiebig gefüttert, damit er für seine Crew und seine Umgebung ungefährlich ist.
Nachdem der Drache erwacht war, galt es natürlich auch noch dem Boot selbst seinen Namen zu geben und ihm damit seinen Charakter zu verleihen. Und wie heisst es? AKELA! Der Name Akela steht für Stärke, Weisheit und Führung. Wer den Namen Akela trägt, dem wird nachgesagt mutig und klug zu sein und nie zurückzuweichen. Also genau das, was man in einem Drachenboot braucht. Denn auch hier gilt: alle ziehen gemeinsam und keiner springt über Bord nur weil es anstregend wird. Akela soll uns immer daran erinnern was wirklich zählt: Zusammenhalt, Mut, Ausdauer und die Fähigkeit trotz brennender Arme weiter füreinander zu kämpfen (und dabei auch noch motiviert zu lächeln).
Jetzt da wir den Drachen erweckt und Akela getauft hatten, war es endlich Zeit für die Jungfernfahrt. So aufgeregt und freudig wie kleine Kinder die das Glockenläuten des Weihnachtsmannes hören, liessen wir das Boot das erste mal zu Wasser. Beim anschliessenden Training hat sich dann auch gleich gezeigt, dass sich Akela auch in etwas stürmischeren Gewässern wohlfühlt. Mit der anstregenden Trainingseinheit ging auch die Jungfernfahrt von Akela zu Ende und wir stiessen im Anschluss bei einem Apero nochmals gemeinsam auf unseren neusten Zuzug an.
Wir wünschen Akela viele starke Rennen, gute Kameradschaft und jede Menge unvergessliche Fahrten. Möge Sie immer schnell durchs Wasser gleiten und möge der Kurs immer klar sein. Möge Akela Stürmen trotzen, Wellen meistern und an Stegen elegant anlegen – oder zumindest ohne grösseren Sachschaden. Und falls Akela doch einmal kentern sollte, dann möge wenigstens jemand ein gutes Video davon machen.


















